Wohnhaus mit Töpferatelier

Sanierung zwischen Wohnen und Arbeiten

Ein jahrzehntelang leerstehender Altbau aus den 1930er Jahren wurde von der Töpferin Angela Tzitschke und ihrem Lebensgefährten übernommen und zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut.

Die exponierte Lage zwischen Biergarten und Ladenzeile prägt den Entwurf: Das Haus erhält zwei Gesichter – ein öffentliches zur Straße und zum Biergarten und ein privates zum Garten. Während die gewerbliche Nutzung den Publikumsverkehr bewusst aufnimmt und Einblicke ermöglicht, schafft die Gartenseite einen geschützten Raum für das Familienleben.

Im Erdgeschoss befindet sich die Töpferei mit Werkstatt, Brennraum und Büro. Der angeschlossene Ausstellungs- und Verkaufsraum erweitert das historische Gebäude als verglaster Holzbau und öffnet sich zum Biergarten und zum öffentlichen Raum.

Das Obergeschoss bildet mit seinem großzügigen Wohnraum, der offenen Küche und einem Lehmofen das Zentrum des Familienlebens. In den warmen Monaten wird dieses nach draußen auf die große, dem Garten zugewandte Holzterrasse erweitert. Im Dachgeschoss liegen Schlaf- und Kinderzimmer, deren Gauben und Dachfenster den Blick in die Landschaft lenken.

Ein vorgestellter, holzverschalter Treppenturm verbindet die drei Ebenen und setzt dem bestehenden Baukörper ein eigenständiges, zeitgemäßes Element entgegen. So verbindet der Umbau Arbeiten und Wohnen, Öffentlichkeit und Privatheit sowie Bestand und neue Architektur zu einem gemeinsamen Haus.

Ort
Trebbin OT Glau / Friedensstadt

Bauherr*in
Privat

Leistungen
LPH 1-5 HOAI

Besonderheiten
Innenarchitektur, Künstlerische Baubetreuung

Bauvolumen
410 m2

Bauzeit
2009 - 2010

Team
Jens-Uwe Kafert
Lea Ivroni

Partner
Bauleitung: Uwe Herfurth

Statik: Andreas Klaffke

Fotografien
Jens-Uwe Kafert